Razzia gegen mutmaßliche illegale Online-Glücksspiel-Plattformen in Frankfurt

Quinn Washington · Sep 10, 2026

Razzia gegen mutmaßliche illegale Online-Glücksspiel-Plattformen in Frankfurt

Polizeieinsatz bei Razzien in Frankfurt im Zusammenhang mit illegalem Online-Glücksspiel

Die Durchsuchungsaktion im September 2026

Am oder um den 9. September 2026 führten die Staatsanwaltschaft Frankfurt, Steuerfahnder und die Polizei Durchsuchungen an elf Objekten durch, die mit fünf Verdächtigen in Verbindung stehen; diese Personen sollen seit mindestens Juli 2021 ungenehmigte Online-Glücksspiel-Plattformen betrieben haben. Die Ermittlungen ergaben, dass die Plattformen bis Ende 2023 über 5,86 Milliarden Euro an Wetten abgewickelt haben sollen, während zugleich ein Steuerausfall von voraussichtlich 77,6 Millionen Euro allein für das Jahr 2024 vermutet wird. Beamte beschlagnahmten Vermögenswerte im Wert von rund 82 Millionen Euro, darunter Luxusfahrzeuge und eingefrorene Konten.

Umfang der mutmaßlichen Straftaten

Die fünf Beschuldigten sollen die Plattformen koordiniert haben, wobei die Behörden den Zeitraum seit Juli 2021 als relevant einstufen; die verarbeiteten Wettvolumina erreichten bis Ende 2023 die genannte Summe von über 5,86 Milliarden Euro. Steuerermittler prüfen parallel einen möglichen Ausfall von 77,6 Millionen Euro an Steuern für 2024, während die Sicherstellung von Vermögensgegenständen im Wert von etwa 82 Millionen Euro erfolgte. Die Aktion umfasste elf Standorte, die direkt oder indirekt den Verdächtigen zugeordnet werden konnten.

Beschlagnahmte Vermögenswerte und Ermittlungsergebnisse

Zu den sichergestellten Gegenständen zählen mehrere Luxusfahrzeuge sowie Guthaben auf Konten, die auf einen Gesamtwert von circa 82 Millionen Euro kommen; diese Maßnahmen erfolgten im Rahmen der laufenden Ermittlungen wegen unerlaubten Glücksspiels und Steuerhinterziehung. Die Frankfurter Ermittler arbeiten dabei mit Steuerfahndung und Polizei zusammen, um die finanziellen Strukturen der mutmaßlichen Plattformen zu durchleuchten. Daten aus den Plattformen deuten auf ein kontinuierliches Wachstum der Wettumsätze hin, das bis Ende 2023 die 5,86 Milliarden Euro erreichte.

Beschlagnahmte Luxusfahrzeuge und Unterlagen bei einer Razzia gegen illegales Glücksspiel

Stellungnahmen der Branchenverbände

Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) und der Deutsche Online-Casino-Verband (DOCV) begrüßten die Durchsuchungsaktion als wichtigen Schritt gegen illegale Anbieter; zugleich nutzten beide Verbände den Vorfall, um offizielle Schätzungen zum Schwarzmarkt in Frage zu stellen und eine Überprüfung der Regulierung anzuregen. Sie verwiesen dabei auf den Aktivitätsbericht 2025 der Regulierungsbehörde, der Daten zum Schwarzmarkt und zur Kanalisierung für 2024 enthält. Die Verbände betonten, dass solche Operationen die Notwendigkeit klarer Rahmenbedingungen unterstreichen.

Rechtliche und steuerliche Aspekte

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Betrieb ungenehmigter Plattformen seit Juli 2021 sowie auf damit verbundene Steuerverkürzungen; die Staatsanwaltschaft Frankfurt leitet das Verfahren, während Steuerfahnder den vermuteten Ausfall von 77,6 Millionen Euro für 2024 prüfen. Die beschlagnahmten Vermögenswerte in Höhe von rund 82 Millionen Euro dienen der Sicherung möglicher Forderungen des Staates. Behörden prüfen zudem, ob weitere Personen in die Strukturen eingebunden waren.

Fazit

Die Razzia vom September 2026 zeigt, wie Ermittler gegen großangelegte illegale Glücksspielaktivitäten vorgehen, bei denen über 5,86 Milliarden Euro an Wetten bis Ende 2023 abgewickelt worden sein sollen; die beschlagnahmten 82 Millionen Euro an Vermögenswerten und die laufenden Steuerermittlungen bilden den Kern der aktuellen Maßnahmen. Branchenvertreter sehen darin Anlass, bestehende Schätzungen und Regulierungen zu hinterfragen, während die Behörden die Untersuchungen fortsetzen.